DIALOG am 03.05.2017

Am Mittwoch dem 03.05.2017 widmete sich das Projekt BildungsBeziehungen dem Thema „Flucht und Migration im Rahmen von antirassistischer und entwicklungspolitscher Bildungsarbeit“.

Carina Schmid stellte uns ihr Projekt „Life Back Home“ vor, welches für den Deutschen Integrationspreis nominiert ist. Das Projekt wird umgesetzt durch die Organisation „The Global Experience“ – eine gemeinnützige Organisation und internationales Jugendmediennetzwerk mit Sitz in Münster und Berlin. Zu den Schwerpunkten der Arbeit bei „The Global Experience“ zählen die Durchführung von internationalen Jugendcamps, interkulturellen und inklusiven Schüleraustauschen, internationale Praktikumsprogramme sowie Projektreihen zur entwicklungspolitischen und/oder medienpädagogischen Bildungsarbeit in Schulen. Das Projekt „Life Back Home“ bringt die Themen Flucht und Migration im Rahmen von antirassistischer und entwicklungspolitscher Bildungsarbeit an Schulen. Junge Geflüchtete werden zu Bildungsreferent/innen ausbildet, um anschließend an Schulen Kurzvorträge über ihre Erlebnisse im Heimatland, bei der Flucht und in ihrem neuen Leben in Deutschland zu halten. In geleiteten Gruppengesprächen werden diese Inhalte im Anschluss vertieft. Ziel ist es einen alltagsnahen Zugang zum Themenspektrum Flucht und Asyl zu schaffen – sowohl für die Schüler/innen als auch für die jungen Geflüchteten.

Frau Schmid gab in Ihrem Vortrag einen sehr informativen Einblick in das Projekt – von der Projektidee bis zur Beantragung der Fördermittel und schließlich der Initiierung der ersten Vorträge an Schulen über einen ausführlichen Überblick über die Arbeit und Vorbereitung der teilnehmenden Flüchtlinge.

Zu Besuch bei uns waren außerdem die beiden Referenten Ali AlAttar aus dem Irak und Riham Sabbagh aus Syrien. Die beiden gaben uns zwei ganz unterschiedliche und sehr persönliche Einblicke in ihr Leben. Sie erzählten von ihrem Leben vor dem Krieg, zeigten uns Bilder aus ihrer Heimat, von ihrem zuhause und Freunden, Orten an denen sie sich gerne aufgehalten haben. Auch berichteten die beiden mit Unterstützung einer PowerPoint-Präsentation vom zerstörten Zuhause der zerstörten Stadt, dem Krieg, ihrer Flucht nach Deutschland und dem Ankommen und Leben in hier. Riham und Ali gaben uns zwei sehr berührende Einblicke in ihr Leben. Im Anschluss an die informativen und ergreifenden Vorträge dreht sich die Diskussion vor allem um folgende Themen und Fragen:

 

  • Fragen an die Referenten Riham Sabbagh und Ali AlAttar (Nachfragen und Verständnisfragen, Fragen zum Leben im Herkunftsland, Fragen zum Leben in Deutschland, Fragen zur Flucht
  • Vermittlung von Kenntnissen und Wissen zur Fluchtursachen und deren Hintergründe
  • Vermittlung der Leitbildes der globalen Chancengleichheit
  • Verbesserung der Akzeptanz gegenüber den Flüchtlingen. Wie können Vorurteile genommen werden?
  • Projektziele und deren Herausforderungen 1. Antirassistische Bildungsarbeit 2.Entwicklungspolitische Bildungsarbeit 3. Ausbildung von jungen Geflüchteten zu BildungsreferentInnen
  • Wie können wir ein solches Projekt selbst durchführen? Eine offene Diskussionen zu Erwartungen und Erfahrungen rund um den interkulturellen Dialog mit Geflüchteten.
  • Wie können die Projektziele erreicht werden und welche Herausforderungen stehen bevor?
  • Wie können die Inhalte der Vorträge angepasst werden auf die Zielgruppe (Grundschule, Universität etc.)?