INTENSIV am 25.01.18

Am Donnerstag, 25.01.2018 begrüßten wir Astrid Hochbahn zum Thema „Integration von Geflüchteten – Was wollen wir tun? Wo wollen wir hin?“.

Hochbahn ist Soziologin M.A., seit 1996 freiberuflich als Berufsweg- und Unternehmensberaterin in eigener Praxis, sie studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Pädagogik an der WWU Münster, Wirtschaft an der FH Münster und an der Hogeschool Alkmaar (NL) und absolvierte verschiedene Weiterbildung: Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Rogers, FH Münster, Systemische Beratung, IFW Weinheim, Systemische Therapie, IFW Weinheim, Paarberatung und Paartherapie, Psychodiagnostische Beratungspraxis Hamburg, Gesundes Unternehmen, CIBA Ahlen, (www.berufswegeberatung.de)

 

Die Teilnehmer/innen erarbeiteten an diesem Tag gemeinsam einen „Stand-der-Dinge“ in Sachen Integration und überlegten Perspektive und aktuell wichtige Handlungsfelder für die berufliche Praxis in der Weiterbildung und der Sozialen Arbeit:

  1. Das gesellschaftliche Klima hat sich gewandelt
    1. Im Vordergrund des Interesses:
      1. Abschottung nach Außen („nicht noch mehr“)
      2. Integration derjenigen, die da sind („Ruhe im Land“)
  • Abschieben/Rückkehr-Perspektive („wieder los werden“)

 

  1. Druck aus rechter Ecke
  1. Konsequenzen für Thema „Arbeit mit Flüchtlingen“
    1. „Integriert euch!“ – Integration wir einseitig abgedeckt
    2. Fördergelder nach Bleibeperspektive – Spaltung der Geflüchteten
    3. Nützlichkeits-Perspektive – Pflege, Hauswirtschaft… („mehrere Fliegen mit einer Klappe“)
    4. Normalisierung des Themas – Schwindendes Interesse, Rückgang Anmeldezahlen
    5. Was schafft es in die Presse? – Abschiebung, Kriminalität, „gelungene“ Politik, „Wir haben die Lage im Griff“
  2. Konsequenzen
    1. Integration ist zweiseitig und muss alle gesellschaftlichen Bereiche einbeziehen – Querschnittaufgabe
    2. Haltung als Thema – Ressourcenorientiert/Betroffene fragen/einbeziehen
    3. Begleitung/Coaching, Angebote schaffen – Entwicklungszeit lassen, nicht nur Input/Freiräume für Entwicklung, individuelle Förderung
    4. Raum, eigene Stärken/eigene Kultur einzubringen
    5. Aufgabe: Gegen-Position schaffen/zusammentun/für Positionen kämpfen, dranbleiben
    6. Aufgabe: eigene Haltung finden zu Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit
    7. Angebote schaffen, die professionelle Arbeit ermöglichen und diese Arbeit honorieren
    8. Die Situation braucht differenziertes Hinschauen, neue Konzepte – die Themen sind komplex
    9. Zwischen Realitätssinn und Empörung verorten

 

Themen:

  • Arbeit/Integration auf den Arbeitsmarkt
  • Qualifizierung
  • Matching von Bedarfen und Wünschen
  • Anerkennung von Qualifikationen
  • Neuorientierung
  • Flüchtlinge als interessante Wirtschaftsfelder
  • Kommunikation/Kennenlernen/gegenseitiges Verstehen/Raum für Austausch und Begegnung
  • Konfliktprävention im Alltag/kulturelle Unterschiede/andere Unterschiedlichkeiten
  • Kunst/Theater/Kultur – gemeinsame Projekte/Akteure
  • Flüchtlings-Selbstorganisation – gemeinsame Projekte entwickeln
  • Unterstützung für Menschen, die in der Flüchtlingshilfe abreiten
    • Fortbildung/Austausch/Netzwerke