DIALOG am 24.05.2017

Am Dienstag, den 25.04.2017 führte Dr. Mohammad Heidari, Begründer der Bildungsinitiative Pro Dialog Köln in einem interaktiven Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „BildungsBeziehungen: DIALOG“ in die anerkennungs- und teilhabefördernde Interaktionskompetenz in der Flüchtlingsarbeit ein. Die bisher fünfte Veranstaltung im Rahmen des Projektes BildungsBeziehungen hatte zum Ziel die Teilnehmer/innen für die Herausforderungen und Anforderungen bei der Arbeit mit Flüchtlingen im Kontext von Diversität und Interkulturalität zu sensibilisieren. Auf Grundlage des induktiv-heuristischen Waik®-Konzeptes (Wege aus der interkulturellen und interethischen Konfrontation) erörtere Dr. Heidari wichtige Aspekte interkultureller Interaktion und gab vielfältige Anregungen zur motivierenden und autonomiestärkenden Unterstützung von Hilfesuchenden. Die Teilnehmer/innen konnten aufgrund der interaktiven und partizipierenden Arbeitsweise selbst Herausforderungsprofile und Ansätze für Umgangsstrategien erarbeiten.

Zum Beginn der Veranstaltung diskutierte die Gruppe über typische Problemstellungen in der Arbeit mit Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe und der daraus resultierenden Kommunikations-probleme und Interessenskonflikte, die ein besonderes Anforderungsprofil erfordern. Hierbei standen vor allem folgende Punkte im Fokus:

  • Sensibilität für Lebenswelten im Kontext von Migration
  • Sensibilität für kulturgebundene Identität
  • Interkulturelle Kompetenzen
  • Spezifische Interaktionskompetenzen
  • Kenntnisse über migrationsbezogenen Ressourcen
  • Kenntnisse über migrationsbezogenen Hindernisse

Im weiteren Verlauf fokussierte Dr. Heidari die Diskussion auf die Chancen und Potentiale, die durch Vielfalt und Diversität innerhalb der Gesellschaft und vor allem im Kontext der Flüchtlingsarbeit entstehen und wie diese identifiziert und nutzbar gemacht werden können. Auch die migrationsspezifischen Heraus-forderungen wurden betrachtet und diskutiert.

Vor allem folgende Punkte erleben die Teilnehmer/innen häufig in ihrem Berufsalltag:

  • Sprachbarriere
  • Informationsdefizite
  • Negative Migrations-/Fluchterfahrungen (z.B. Traumatisierung)
  • Rassismus/Diskriminierung
  • Vorurteile
  • Rechtliche/soziale Problemstellungen

Zum Abschluss gab Dr. Heidari einen Überblick über die Möglichkeiten konstruktiver Kommunikations- und Konfliktstrategien im interkulturellen Dialog, die einen offenen Umgang, differenzierte Beobachtungs- und Deutungsansätze, sowie sensibles Vorgehen in der interkulturellen Kommunikation bedürfen.

Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Heidari im Juni für einen ganztätigen Workshop erneut zu uns kommen wird. Dort werden Ergebnisse und Ansätze aus dem heutigen Vortrag vertieft und finden praktische Anwendung.